Train of Hope Dortmund e.V. 2025

Train of Hope Dortmund e.V. 2025

Das Jahr 2025 war für die Jugendarbeit von Train of Hope Dortmund e.V. ein intensives und in vielerlei Hinsicht prägendes Jahr. Unser Schwerpunkt lag darauf, jungen Menschen verlässliche Räume für Begegnung, Reflexion und Mitgestaltung zu eröffnen. Ziel unserer Arbeit war es, Gemeinschaft zu stärken, demokratische Kompetenzen auszubauen und insbesondere Jugendlichen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten echte Beteiligungsmöglichkeiten zu geben. 

Regelmäßige Spielabende, gemeinsame Chill Abende sowie offene Treffformate sorgten für eine vertrauensvolle und wertschätzende Atmosphäre. Bei Kochabenden wurde nicht nur gemeinsam zubereitet und gegessen, sondern auch über Herkunft, Traditionen und persönliche Erfahrungen gesprochen. Diese niedrigschwelligen Angebote stärkten soziale Kompetenzen, Verantwortungsübernahme und das Gemeinschaftsgefühl.

Auch 2025 konnten wir Jugendlichen besondere Erlebnisse ermöglichen. Durch Freikarten konnten wir den Besuch verschiedener Spiele von BVB realisieren. Die gemeinsame Stadionerfahrung war für viele ein absolutes Highlight. Die emotionale Atmosphäre, das Miteinander auf den Rängen und die Identifikation mit dem Verein stärkten das Gruppengefüge nachhaltig.

Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt lag auf politischer Bildung, da 2025 ein Wahljahr war. Wir haben Jugendliche gezielt im Bereich Demokratiebildung geschult. In Workshops wurden Grundprinzipien unseres politischen Systems, Beteiligungsmöglichkeiten sowie der kritische Umgang mit Informationen und sozialen Medien thematisiert. Besonders praxisnah war die Unterstützung bei der Entwicklung eigener Filmprojekte. Die Jugendlichen produzierten kurze Filme zu gesellschaftlichen Themen, formulierten eigene Botschaften und setzten sich kreativ mit Fragen von Mitbestimmung, Vielfalt und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Dadurch konnten sie ihre Perspektiven sichtbar machen und demokratische Prozesse aktiv erleben.

Ein weiteres zentrales Projekt war eine Wochenendfahrt nach Berlin mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, darunter auch Teilnehmende mit LGBTIQA Hintergrund. Vor Ort setzten wir uns intensiv mit der Geschichte der LGBTIQA Bewegung auseinander. Der Besuch historischer Orte, Gespräche über Diskriminierungserfahrungen sowie die Auseinandersetzung mit Errungenschaften und aktuellen Herausforderungen stärkten das Bewusstsein für Vielfalt, Solidarität und Menschenrechte. Die Fahrt war für viele eine tiefgehende und empowernde Erfahrung.

Ergänzt wurde das Jahresprogramm durch Kinoabende mit anschließenden Diskussionsrunden, kreative Workshops sowie sportliche und gruppendynamische Aktivitäten. Diese Angebote boten Raum für Austausch, Selbstreflexion und gemeinsames Erleben jenseits von Leistungsdruck.

Durch unser vielfältiges Angebot im Jahr 2025 konnten wir zahlreiche Jugendliche und junge Menschen erreichen und sie in ihrer persönlichen, sozialen und politischen Entwicklung unterstützen. Train of Hope Dortmund e.V. bleibt auch weiterhin engagiert dabei, junge Menschen in ihrer Vielfalt ernst zu nehmen, ihre Stimmen zu stärken und ihnen konkrete Möglichkeiten zur aktiven Teilhabe zu eröffnen.

Fatma Karacakurtoglu
(1. Vorsitzende)