Radfahrjugend im ADFC
Offenes Angebot in der Radfahrschule
Im Jahr 2025 haben Jugendleiter:innen und ausgebildete Moderator:innen sich wieder für die Sicherheit der radfahrenden Kinder und Jugendlichen auf Dortmunds Straßen eingesetzt.
Dieses fand im Wesentlichen in der Praxis statt: Trainings zur Handhabung des Fahrrades, zum Kennenlernen der Gefahren des Straßenverkehrs und zur sicheren Teilnahme im Verkehr.
Fahrradtrainings gab es in folgenden Bereichen:
- Fahrrad- und Rollertrainings für die Jüngsten zum Erlernen des Roller- und Fahrradfahrens
- Fahrrad- und Rollertrainings für Kinder im Kitaalter zur Schulung der Motorik
- Fahrradtrainings für Grundschulkinder bis ca. 8 Jahre zur Schulung der Motorik und Feinmotorik (teilweise auch noch Erlernen des Fahrradfahrens)
- Fahrradtrainings für ältere Grundschulkinder mit der weiteren Förderung der Motorik und Feinmotorik sowie der Hinführung zum Straßenverkehr
- Für Unterstufenschüler:innen der weiterführenden Schulen:Vertiefung der Radfahrkompetenzen nach der Radfahrprüfung durch Erkunden markanter Ziele wie des neuen Schulwegs zur weiterführenden Schule, des Weges zum Schwimmbad, zur Bücherei …
- Fahrradstafette der Dortmunder Förderschulen
- Hilfen für Erwachsene in der Radfahrschule, damit sie ihre Kinder im Straßenverkehr begleiten können.
- Fahrradrallye Aplerbeck – Kinder lernen mit ihren Bezugspersonen den Stadtbezirk mit dem Fahrrad kennen.
Die Trainings fanden samstags in der Jugendverkehrsschule, an den jeweiligen Kitas oder Schulen oder in deren Umfeld statt. Die Fahrradstafette fuhr mit den Schüler:innen jeweils von ihrer Schule zur Nachbarschule und somit einmal insgesamt komplett durch das gesamte Stadtgebiet.
Natürlich wurden viele Fahrräder auch auf ihre Verkehrssicherheit und die Fahrradhelme auf ihren richtigen Sitz kontrolliert. In den Selbsthilfewerkstätten an der Robert-Koch-Realschule und der Gustav-Heinemann-Gesamtschule und am Bunker Blücherstr. wurden die Räder wieder fit für den Straßenverkehr gemacht.
Radfahrtrainings mit Schulklassen in der Jugendverkehrsschule
Ausgebildete Moderatoren führten ganzjährig Trainings der Drittklässler sowie Förderschulkinder in der Jugendverkehrsschule zur Vorbereitung auf das Fahrradtraining mit der Polizei durch.
Jugendferienradtour „Niederrhein“ der Radfahrjugend
Warum in die Ferne reisen, ein Radfahrgebiet liegt vor der Tür: die Radfahrregion Niederrhein. Gleich am 1. Samstag in den Sommerferien ging es los:
16 Teilnehmende starteten am Dortmunder HBF zur 1. Etappe nach Xanten. Die erste Strecke musste mit der DB bis Dorsten zurückgelegt werden. Daui bildeten wir 2 Gruppen. Die Gruppe, die in Gelsenkirchen umsteigen musste, kam pünktlich an. Die Gruppe, die in Essen umsteigen musste, verpasste dort wegen Verspätung des Zuges den Anschlusszug und kam 1 Stunde später an.
Das anschließende gemeinsame Radeln war Genussradeln pur, ging es doch an der Lippe entlang und später durch die Rheinauen mit Überquerung des Rheins auf der dortigen Fähre.
Der zweite Tag war eigentlich recht easy. Nachdem die Gruppe abgestimmt hatte, ging es nicht ins archäologische Museum, sondern die City mit ihrem Dom wurde besucht. Eine gute Entscheidung, denn es hat allen super gefallen. Nachmittags gings dann zum Schwimmen zum Naturfreibad Xantener Südsee.
Am dritten Tag gabs dann eine Rundtour zur Wallfahrtsstadt Kevelaer mit Rückfahrt durch die Niersauen. Eindrucksvoll vor Ort der Kapellenplatz mit der Gnaden- und Kerzenkapelle sowie der Basilika St. Marien. Leider musste uns an diesem Tag ein Teilnehmer wegen Krankheit nach Hause verlassen.
Am 4. Tag wurde die Jugendherberge dann gewechselt. Von Xanten aus gings nach Kleve. Der einzige Tag mit Regen. Aber wir hatten es gut angetroffen: Während des Starkregens machten wir gerade Mittagsicknick in einem Pavillon. Wir blieben dort nicht die einzigen: auch andere Radler:innen warteten dort auf das Ende des Schauers. Da die Jugendherberge Kleve auf einem Berg liegt, musste am Schluss der steile Anstieg gemeistert werden.
Am 5. Tag fuhren wir dann mit den Rädern in einer Ganztagsetappe entlang des Rheins Richtung Holland und wieder zurück.
Am 6. Tag gab es dann eine Fahrt mit der Draisine. Nach der ca. 10km-Hinfahrt mit den Rädern stiegen wir um auf 2 Draisinen und fuhren mit ihnen über die niederländische Grenze bis nach Groesbeek. Hat die Fahrt schon einen Heidenspaß gemacht, erlebten wir dort etwas Außergewöhnliches: die ganze Stadt war auf den Beinen, um den Durchmarsch von 45000 Fußgängern auf dem Viertagemarsch mit jeweils 50 km Länge zu beklatschen. Es ist die weltgrößte Walking-Aktion. Unser Mittagspicknick nahmen wir gemeinsam auf der Draisine zu uns, ehe es wieder über die Grenze mit viel Power und Spaß zurück nach Kranenburg ging. Von hier aus gabs dann noch eine Radtour an der deutsch-holländischen Grenze und durch den großen bergigen Reichswald nach Kleve zurück.
Abends bekamen wir dann unerwarteten Besuch: Der zuvor kranke Junge kam nach Genesung zurück zur Gruppe. Weil Holland den Teilnehmenden so gut gefallen hatte, entschieden wir uns für den nächsten (7.)Tag zu einer Tour nach Nijmegen. Hier wurden gerade die Reste des Viertagemarsches abgebaut. Das hielt uns aber nicht davon ab, mit viel Spaß die Innenstadt zu erobern.
Die Voraussetzungen zum Radfahren im Nachbarland gefielen dabei natürlich besonders. Obwohl die Jugendherberge Kleve deutlich preisgünstiger war, gefiel allen der Aufenthalt hier besser. Die Abende dort waren ausgefüllt mit Stockbrotessen, einer Nachtwanderung und Grillen.
Und schon hieß es wieder Abschied nehmen. Am 8. und letzten Tag ging es früh los, sodass wir pünktlich die 1. Fähre des Tages über den Rhein erwischten. In Wesel hatten wir sogar noch Zeit zum Besuch des dortigen Auesees, bevor die Räder auf den Autoanhänger verladen wurden. Dies war erforderlich, da Schienenersatzverkehr angemeldet war. Leider kam der Bus nicht zum Bahnhof und wir mussten uns erst durchfragen, von wo wir Richtung Oberhausen fahren konnten.
Auf jeden Fall hat auch dies geklappt und wir kamen pünktlich in Hörde an, um dort die Eltern begrüßen zu können und unser Abschlusseis zu essen.