Jugendrotkreuz 2025

Jugendrotkreuz

 

Einordnung und Rückblick

Das Jahr 2025 war für uns geprägt von einer stabilen Weiterentwicklung unserer Angebote, dem Ausbau bestehender Strukturen sowie einem klaren Fokus auf Teilhabe, Chancengerechtigkeit und politische Bildung für Kinder und Jugendliche. Trotz herausfordernder struktureller und finanzieller Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, verlässliche, kostenfreie und qualitativ hochwertige Angebote im Stadtgebiet Dortmund und darüber hinaus umzusetzen.

 

FFZ Scharbeutz und „Ferien ohne Koffer“

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit lag im Berichtsjahr auf dem Ferienfreizeitangebot in Scharbeutz. Im Jahr 2025 konnten wir mit 20 Kindern und Jugendlichen sowie 5 Betreuenden für zehn Tage nach Scharbeutz fahren. Teilgenommen haben Kinder und Jugendliche aus Dortmund sowie aus der näheren Umgebung, was den überregionalen Charakter und die Attraktivität des Angebots unterstreicht.

Die Ferienfreizeit ermöglichte nicht nur Erholung und Gemeinschaft, sondern bot vielfältige Gelegenheiten zur Persönlichkeitsentwicklung, zum sozialen Lernen und zur Stärkung von Selbstwirksamkeit. Gerade für Kinder und Jugendliche, die sonst keinen Zugang zu mehrtägigen Urlaubs- oder Freizeitangeboten haben, stellte diese Maßnahme einen besonders wertvollen Erfahrungsraum dar.

Ergänzend dazu hat sich das Projekt „Ferien ohne Koffer“ im Jahresverlauf weiter verstetigt. Im Durchschnitt fanden alle drei Wochen Aktionen statt. Das Angebot umfasste eine ausgewogene Mischung aus sportlichen, erlebnisorientierten und bildungsbezogenen Aktivitäten. Darunter Eislaufen in Wischlingen, Schwimmausflüge nach Dorsten und Plettenberg, ein Besuch des Gasometers in Oberhausen sowie eine Erlebnistour durch die Kluterthöhle in Ennepetal. Durch diese Vielfalt konnten wir niedrigschwellige Zugänge schaffen und unterschiedliche Interessen gezielt ansprechen.

Mittelbeschaffung und Finanzierung

Die Umsetzung unserer Angebote war auch im Jahr 2025 in hohem Maße von der erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln abhängig. Einnahmen aus der Tannenbaumsammlung, Aktionen rund um den 1. Mai sowie unterschiedliche Förderungen durch Stiftungen bildeten dabei eine wesentliche finanzielle Grundlage unserer Arbeit.

Ergänzend dazu haben uns die Mittel des Jugendrings Dortmund maßgeblich unterstützt.

Über diese Förderung haben wir uns sehr gefreut, da sie nicht nur finanzielle Entlastung geschaffen, sondern auch Wertschätzung und Vertrauen in unsere Arbeit zum Ausdruck gebracht hat. Diese Unterstützung war ein wichtiger Baustein zur Sicherstellung der Angebotsvielfalt und -qualität.

Unsere Angebote sind mehrheitlich kostenfrei, um allen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen. Gleichzeitig wissen wir, dass dies nicht immer vollständig realisierbar ist und wir in Einzelfällen auf kleine Eigenbeiträge angewiesen sind. Vor dem Hintergrund, dass die finanziellen Möglichkeiten vieler Familien zunehmend eingeschränkt sind, ist die Bereitstellung von Drittmitteln und die Unterstützung durch den Jugendring von zentraler Bedeutung. Nur so können wir weiterhin möglichst vielen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Freizeit, Bildung und Gemeinschaft ermöglichen.

Schulsanitätsdienst

Der Schulsanitätsdienst umfasste im Berichtsjahr 52 Schulen im Stadtgebiet Dortmund. Die fachliche Betreuung erfolgt derzeit im Wesentlichen durch eine ehrenamtliche Kraft, was den hohen persönlichen Einsatz verdeutlicht, zugleich jedoch auch den bestehenden Entwicklungsbedarf offenlegt.

Mit Blick auf das kommende Schuljahr ist von einer steigenden Nachfrage auszugehen, da Erste Hilfe verbindlich in den Bildungsplan aufgenommen wird. Parallel dazu haben sich andere Organisationen aus diesem Arbeitsfeld zurückgezogen, da es wirtschaftlich nicht lukrativ ist. Unser Engagement gewinnt dadurch zusätzlich an gesellschaftlicher Bedeutung.

Öffentlichkeitsarbeit

Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit waren wir 2025 auf Instagram, Facebook sowie über eine eigene Homepage präsent. Die Klick- und Zugriffszahlen zeigen ein deutliches und kontinuierlich wachsendes Interesse an unseren Angeboten. Die digitale Präsenz trägt wesentlich zur Sichtbarkeit unserer Arbeit und zur positiven Wahrnehmung im öffentlichen Raum bei.

Notfalldarstellung

Die Notfalldarstellung befand sich im Jahr 2025 weiterhin im Aufbau. Aktuell nehmen sechs Teilnehmende regelmäßig an den Gruppenstunden teil. Das Angebot entwickelt sich schrittweise und bietet perspektivisch ein hohes Potenzial für die Unterstützung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie für die Qualifizierung ehrenamtlich Engagierter.

Gruppenstunden im Stadtgebiet

Im Dortmunder Stadtgebiet fanden 2025 sechs regelmäßige Gruppenstunden mit jeweils unterschiedlichen Teilnehmerzahlen statt. Diese Gruppen bilden einen zentralen Bestandteil unserer kontinuierlichen Kinder- und Jugendarbeit. Perspektivisch ist der Aufbau von zwei weiteren Gruppen geplant, um unsere Reichweite weiter zu erhöhen.

Politische Mitverantwortung und Beteiligung

Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr lag auf der Förderung politischer Bildung und Mitverantwortung. Im Dezember 2025 besuchten wir gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen den Landtag Nordrhein-Westfalen. Neben einer Einführung in parlamentarische Abläufe bestand die Möglichkeit, der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Frau Müller-Witt Fragen zu stellen.

Diese Begegnung vermittelte den Teilnehmenden eindrücklich, dass ihre Anliegen gehört werden und politische Prozesse gestaltbar sind. Politische Teilhabe wurde so nicht nur erklärt, sondern konkret erfahrbar gemacht.

 

Ausblick

Mit Blick auf das kommende Jahr schauen wir zuversichtlich nach vorn. Gemeinsam mit dem Jugendring Dortmund möchten wir bestehende Strukturen weiter festigen, neue Angebote entwickeln und das Wachstum unseres Verbandes aktiv begleiten.

Für 2026 ist unter anderem eine neue Ferienfreizeit nach Fehmarn geplant, um weiteren Kindern und Jugendlichen spannende Erlebnisse und Gemeinschaft zu ermöglichen. Zudem werden wir erneut an verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen, wie zum Beispiel dem 1. Mai oder dem DoBund-Festival, um unsere Präsenz in der Stadtgesellschaft zu stärken und neue Teilnehmende zu gewinnen.

Darüber hinaus wird das Programm „Ferien ohne Koffer“ in die nächste Runde gehen und weiterhin regelmäßig stattfinden. Damit sichern wir den Kindern und Jugendlichen kontinuierliche Angebote, die Bildung, Sport, Erlebnis und Gemeinschaft verbinden – weitgehend kostenfrei und unabhängig von der finanziellen Situation der Familien.

Das Jahr 2025 hat erneut gezeigt, wie bedeutend verlässliche, qualitativ hochwertige und niedrigschwellige Kinder- und Jugendarbeit für gesellschaftliche Teilhabe und soziale Gerechtigkeit ist. Mit diesem Engagement möchten wir auch 2026 weiterwachsen und unsere Angebote für die Kinder und Jugendlichen Dortmunds ausbauen. 

 

 

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