Jugendring-Arbeitsstellen 2025
Jugendring-Arbeitsstellen 2025
Die Arbeitsstellen des Jugendring Dortmund haben 2025 auf ganz unterschiedliche Weise dazu beigetragen, Demokratie, Engagement und internationale Perspektiven für junge Menschen in Dortmund greifbar zu machen. Ob bei U16- und U18-Wahlen, Podiumsdiskussionen, dem Wahl Buddy, internationalen Begegnungen oder Projekten zur Erinnerungskultur: Immer ging es darum, Beteiligung praktisch erlebbar zu machen und junge Stimmen sichtbar werden zu lassen. Gleichzeitig wurden mit Qualifizierungsangeboten, JuLeiCa-Formaten, Fachveranstaltungen und Initiativen im Kinderschutz die Grundlagen für gute und verantwortungsvolle Jugendarbeit weiter gestärkt. So verbinden die Arbeitsstellen fachliche Expertise mit konkreter Unterstützung für Verbände und Engagierte
Herausfordernde Grundausbildung
Der Start der Grundausbildung 2024/2025 war zunächst für den späten Herbst geplant, musste dann aber wegen zu geringer Teilnehmendenzahlen gleich zweimal verschoben werden. Nach diesem ungünstigen Start konnte die Grundausbildung schließlich ab Ende März 2025 mit insgesamt 16 interessierten jungen Menschen durchgeführt werden. Wir erreichten mit dem Angebot, das sich grundsätzlich an Mitarbeitende aus städtischen Einrichtungen und aus kleineren Verbänden ohne eigene Ausbildungskapazitäten sowie an weitere, an der Jugendarbeit Interessierte richtet, dieses Mal insbesondere kleinere Jugendverbände, die sich in den letzten Jahren neu gebildet haben.
Die Gruppe war insgesamt eher jung und agierte sehr diversitätssensibel. Mit einem hohen Maß an gegenseitiger Unterstützung konnten die Teilnehmenden immer wieder gute Ergebnisse erarbeiten. Die meisten Termine der Grundausbildung wurden in Räumen der Geschäftsstelle des Jugendring durchgeführt, die für Kursangebote für Gruppen bis zur Größe des aktuellen Kurses gut geeignet sind.
Mit einem Termin zogen wir aufgrund der optimalen Rahmenbedingungen wieder in unsere alte Wirkungsstätte und gestalteten das Wochenende zur Spielpädagogik im Gartensaal des Fritz-Henßler-Hauses. Schön, dass das weiterhin möglich ist.
Als Unterstützung war Moritz Lahusen an mehreren Terminen an der Durchführung der Grundausbildung beteiligt und erweiterte das Team mit großem Elan. Nochmals Danke dafür, Moritz.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass unsere Grundausbildung zur Qualifizierung für die Kinder- und Jugendarbeit weiterhin ein wichtiges Angebot in Dortmund ist, das – manchmal mit Verzögerung – auf eine interessierte Nachfrage stößt.
JuLeiCa Event: Im Herbst in die Escaperooms „Locked in – gemeinsam raus“
Als Dankeschön für die freiwillig und ehrenamtlich Tätigen in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit fand das traditionelle JuLeiCa-Event in diesem Jahr in den Escape-Rooms von Enigmania statt. Escaperooms sind derzeit ein sehr stark nachgefragtes und populäres Format. Deshalb war es umso erfreulicher für uns, das gesamte Haus für ca. 90 Minuten besetzen zu können. In insgesamt sieben Escaperooms mit unterschiedlichen Themen waren insgesamt etwa 50 Personen unterwegs, um einen Ausweg aus den von ihnen gewählten Räumen zu finden. Die Zuteilung zu den Räumen war durchaus knifflig, aber dank der Aufmerksamkeit und Kooperationsbereitschaft aller Teilnehmenden konnten wir pünktlich mit dem Programm starten. Ohne diese Kernkompetenzen und eine große Portion Flexibilität – nicht ganz unwichtig in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit – hätte die Vorbereitung auf einem Hinterhofparkplatz auch anders ausgehen können.
Die Rooms fanden echten Anklang, das gemeinsame Ausbrechen gelang allen, und beim anschließenden gemütlichen Beisammensein in den Räumen der Geschäftsstelle des Jugendring herrschte allseits gute und ausgelassenen Stimmung. Wozu das stimmige Buffet sicherlich auch beigetragen haben wird.
JuLeiCa zur Sache: Kolonialismus
Mit dem Format JuLeiCa zur Sache setzt die JuLeiCa Koordinierung ein Angebot um, das perspektivisch für die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit eine attraktive und möglichst anlassbezogene Auseinandersetzung mit wichtigen zeitaktuellen Themen anregen und unterstützen kann.
So startete dieses Format im frühen Herbst auf der Zeche Zollern zum Thema Kolonialismus mit der Frage, inwieweit dieses Thema „längst vorbei“ ist oder ob nicht zahlreiche Folgen noch immer in verschiedenen Facetten unseres Alltagslebens präsent sind.
Dem Angebot der Teilnahme an einer Führung durch die anregende Ausstellung folgten 15 Teilnehmende aus Jugendverbänden bzw. Einrichtungen der offenen Arbeit. In einer Feedback-Runde am Ende wurde deutlich: Facetten des Kolonialismus wirken als Ursachen für Diskriminierung und Rassismus weiter. Zahlreiche aktuelle Thematiken bieten Anknüpfungsmöglichkeiten, ihre Folgen sind im Arbeitsalltag von Gruppen und Einrichtungen deutlich spürbar. Daher besteht bei den Teilnehmenden großes Interesse an einer Weiterbefassung mit dem Thema.
Die JuLeiCa Koordinierung geht 2026 weiter zur Sache.
Aktivitäten im Handlungsfeld Kinderschutz
Auch im Jahr 2025 gewinnt das Thema Kinderschutz weiter an Relevanz und ist aus dem Arbeitsalltag in der Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr wegzudenken. Die Befassung mit dieser wichtigen Aufgabe ist mehr und mehr notwendig und zugleich als „on Top“-Thema bei vielen Verbänden und Gruppen kaum leistbar. Gerade deshalb ist es wichtig, Ebenen zu schaffen, auf denen man zu dem Thema arbeiten kann und ein Austausch stattfindet. Deshalb haben wir uns, trotz knapper zeitlicher Ressourcen, intensiv mit den unterschiedlichen relevanten Themen befasst.
#sicheresache: Netzwerk zum Kinderschutz
Als feste Instanz in diesem Bereich ist das zweimal jährlich stattfindende landesweite Netzwerk zur Stärkung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt – kurz # sichere Sache, bei dem die JuLeiCa Koordinierung sich aktiv beteiligt.
Verteter*innen aus Verbänden und Jugendringen nutzen das Treffen sowohl zum Austausch zu den vielfältigen Themen im Bereich Kinderschutz, als auch zur Erweiterung von Expertise durch Impulse von Expert*innen, die sehr gut zur Entwicklung diverser Themen für die Arbeit vor Ort genutzt werden können. Auch die weitere Zusammenarbeit besteht in der Regionalgruppe Ruhrgebiet weiterhin.
Sie findet sich etwa vierteljährlich zusammen, um gemeinsam Themen zu bearbeiten und entwickeln. Auch Austausch und Vernetzung stehen bei diesen Treffen im Fokus.
Gerade vor dem Hintergrund knapper Ressourcen für ein so wichtiges Thema erweist es sich als hilfreich und zielführend, über diese Ebene im thematischen Zusammenhang des Kinderschutzes aktiv zu werden. Deshalb ist es ebenfalls ausgesprochen sinnvoll und wichtig, dass die JuLeiCa Koordinierung, gerade vor dem Hintergrund formulierter Unterstützungsbedarfe der Verbände, auch das Angebot der ISA zur Qualifizierung im Rahmen von drei gut strukturierten Fallwerkstätten im Jahre 2025 teilnehmen und mitorganisieren konnte.
UAG Kinderschutz: Fachtag Kinderschutz
Im abgelaufenen Jahr ist die Mitarbeit in der UAG (inzwischen FAG) Jugendarbeit im Kontext der §78 AG Kinderschutz verstetigt worden. Dies ist ein wichtiges Austauschforum mit Vertreter*innen anderer Träger der Kinder- und Jugendarbeit, in dessen Rahmen die Interessen, Sichtweisen und Bedarfe der Jugendverbände zur Sprache gebracht und vorgestellt werden können. Gerade die Besonderheit ehrenamtlich. freiwilligen Engagements findet hier einen sinnvollen Zugang und es ist möglich, Anliegen und Bedarfe auf dieser Ebene voranzutreiben. Ein erster sehr erfolgreicher gemeinsamer Schritt kann sicherlich in dem von den Akteuren kooperativ organsierten Fachtag „Basiswissen Kinderschutz“ im Herbst im Pulsschlag angesehen werden. Die Mitarbeit wird in 2026 verstetigt, der nächste Fachtag für freiwillig Mitarbeitende ist bereits für den 25.04., erneut im Pulsschlag, in Vorbereitung.
Kinderschutzparcour 2.0 – Ein Spiel zum Thema Kinderschutz für junge Menschen ab 14 Jahren
Im Herbst startete das beantragte Projekt Kinderschutzparcours 2.0, das von Sören Jagnow mitentwickelt und begleitet wurde, mit der Zielsetzung, wichtige Facetten des Themas Kinderschutz und Prävention für interessierte junge Menschen und weitere freiwillig/ehrenamtlich Tätige begreifbar und damit nachvollziehbar zu machen. Er richtet sich insbesondere an junge Menschen ab 14 Jahren aus unterschiedlichen Jugendarbeitsbereichen, interessierte Multiplikator*innen oder Jugendleiter*innen. Auf der Basis im Parcours vermittelten Erfahrungen und Erlebnisse wird ein Einstieg in verschiedene Bereiche des Themas Kinderschutz angeboten.
Zu Beginn des Projektes galt es, aus diesen Zielsetzungen ein umsetzbares Konzept zu entwickeln. Welche Inhalte sollen spielbar gemacht werden, welche Formate können entwickelt werden, welche Erfahrungsräume können geschaffen werden oder welche Materialen werden benötigt,… All das waren Fragen, die im Laufe des Prozesses zu beantworten waren und auch noch sind.
Derzeitiger Stand der Dinge
Der Parcours wird aus unterschiedlichen thematischen Stationen bestehen und ist vielfältig einsetzbar. Erste Stationen nehmen bereits Gestalt an. Gemeinsam mit interessierten Menschen aus der Jugendarbeit werden im ersten Halbjahr Testläufe durchgeführt.
Nach seiner Fertigstellung können nachfragenden Verbände auf der Basis einer thematischen Einführung (Multiplikator*innen-Schulungen) den Parcours ausleihen. Alternativ ist auch die Option angedacht, ihn pädagogisch begleitet vor Ort durchzuführen.
U18-Bundestagswahl und U16-Kommunalwahl
Im Wahljahr 2025 koordinierte die Arbeitsstelle Jugend & Demokratie erneut die U18‑Bundestagswahl und die U16‑Kommunalwahl als zentrale Elemente der politischen Jugendbildung in Dortmund.
Die U16‑ und U18-Wahlem finden traditionell neun Tage vor dem offiziellen Wahltermin der Erwachsenen statt und werden seit 1999 durch den Jugendring Dortmund koordiniert. Beide Projekte bieten Kindern und Jugendlichen, die formal noch nicht wahlberechtigt sind, die Möglichkeit, politische Interessen zu formulieren und demokratische Prozesse aktiv zu erleben.
Die U18‑Bundestagswahl fand vom 7. bis 14. Februar 2025 statt. In über 40 Wahllokalen bei Jugendverbänden, in Jugendfreizeitstätten, Schulen und weiteren Einrichtungen konnten junge Menschen unter 18 Jahren ihre Stimme abgeben. Damit war die Wahl in allen 12 Stadtteilen vertreten. Insgesamt wurden die Stimmen 5.492 junger Menschen gezählt. Die Wahlergebnisse wurden gesammelt und vom Bundesjugendring zentral veröffentlicht, um die politischen Prioritäten und Stimmungen junger Menschen sichtbar zu machen.
Im September 2025 folgte die U16‑Kommunalwahl. Vom 1. bis 5. September hatten Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in knapp 30 Wahllokalen die Gelegenheit, ihre kommunalpolitischen Interessen sichtbar zu machen und symbolisch über lokale Politik abzustimmen. 1.540 junge Menschen haben hierbei mitgestimmt, was für die Kommunalwahl einen großen Erfolg darstellt.
Durch die Vorbereitung und Durchführung dieser Projekte erhalten junge Menschen praktische Einblicke in demokratische Prozesse – von der Organisation eines Wahllokals über Wahlwerbung bis zur Stimmabgabe. Die Arbeitsstelle Jugend & Demokratie unterstützte die Akteur*innen vor Ort mit der Infrastruktur hinter so einer Wahl, Informationsmaterialien, Beratung zur Wahllokalorganisation und Begleitung der Durchführung. Die U18‑Bundestagswahl und die U16‑Kommunalwahl sind wichtige Bausteine im Engagement des Jugendrings, politische Bildung erlebbar zu machen und die Vorstellungen junger Menschen in demokratische Diskurse einzubringen.
Workshop „Strukturen aktivieren für kommunale politische Bildung am Beispiel U18-Bundestagswahl“
Am 20. Mai hat der LVR zu einem Fachtag eingeladen. Die LAG Jugendringe in NRW hat in diesem Rahmen die Aktivierungspotenziale für die lokale politische Bildung durch groß angelegte Projekte wie die U18-Wahl beleuchtet. Der Jugendring Dortmund hat in diesem Rahmen Ergebnisse und zentrale Erkenntnisse der Dortmunder U18 Wahl vorgestellt. Neben uns haben auch die Jugendringe aus Wuppertal und dem Kreis Wesel ihre Ergebnisse präsentiert, die Landesarbeitsgemeinschaft hat das Projekt für die Landesebene eingeordnet. Die Teilnehmenden des Workshops konnten sich über unterschiedliche Herangehensweisen austauschen.
U16 und U18 in der Presse
Podiumsdiskussionen zu den Wahlen 2025
Im Wahljahr 2025 führte die Arbeitsstelle Jugend&Demokratie mit Unterstützung der JugendBotschaft drei große Podiumsdiskussionen zur Bundestags- und Kommunalwahl durch. Zentrales Anliegen war es, jungen Menschen politische Teilhabe zu ermöglichen und demokratische Streitkultur praktisch erfahrbar zu machen. Alle Veranstaltungen wurden von jungen Menschen moderiert und inhaltlich aus jugendlicher und jugendverbandlicher Perspektive vorbereitet und umgesetzt.
Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl im Fußballmuseum
Den Auftakt des Wahljahres bildete im Februar 2025 die Podiumsdiskussion zur vorgezogenen Bundestagswahl im Deutschen Fußballmuseum. Rund 350 Schüler*innen nahmen vor Ort teil.
In 120 Minuten hat Moderatorin Louisa von Essen durch ein breites Spektrum jugendpolitisch relevanter Themen geleitet: Klima- und Wirtschaftspolitik; Arbeit, Soziales & Bildung; und Frieden, Demokratie und Sicherheit. Die Studentin hat vor zwei Jahren noch eine Moderations-Ausbildung beim Jugendring Dortmund absolviert.
Gesammelt und eingebracht wurden die Themen durch junge Menschen aus Dortmunder Jugendverbänden und -initiativen. Hierzu haben sie Einspielvideos mit sehr konkreten jugendpolitischen Fragen und Forderungen aufgenommen und eingereicht.
Mehr dazu unter: https://www.jrdo.de/aktuelles/demokratischer-streit-als-wert-podiumsdiskussion-zur-bundestagswahl
In den Medien: https://www.nordstadtblogger.de/demokratischer-streit-als-wert-350-schuelerinnen-kamen-zur-podiumsdiskussion-des-jugendrings/
Diskussion mit OB-Kandidat*innen im Rahmen der Vollversammlung
Im Juni 2025 fand im Rahmen der Vollversammlung des Jugendring Dortmund eine Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidat*innen im Studio41 statt. Unter souveräner Moderation des 19-jährigen Journalistikstudenten Lukas Pazzini diskutierten hier die Delegierten der Dortmunder Jugendverbände über zentrale Anliegen junger Menschen an Dortmunder Kommunalpolitik: bezahlbarer Wohnraum, sichere und barrierefreie Mobilität, nicht-kommerzielle Räume für Jugendliche und die Förderung von Vielfalt, Teilhabe und demokratischer Bildung.
Schon im Vorfeld hat die Arbeitsstelle Jugend&Demokratie mit den Verbänden Themen zur Zukunft der Stadt Dortmund vorbereitet und in Forderungen zur Kommunalwahl gegossen. Diese sind den großen demokratischen Parteien der Stadt zugegangen und wurden in der Veranstaltung erneut bekräftigt.


Mehr dazu unter: https://www.jrdo.de/aktuelles/jugendring-dortmund-diskutiert-mit-ob-kandidatinnen-ueber-zukunft-der-stadt
Die Forderungen können unter https://www.jrdo.de/aktuelles/jugend-auf-die-eins nachgelesen werden.
Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl im Fußballmuseum
Auch zur Kommunalwahl durften wir mit unserer großen Podiumsdiskussion für Dortmunder Schüler*innen wieder im Fußballmuseum gastieren. Auf der Bühne diskutierten Thomas Westphal (SPD), Katrin Lögering (Bündnis 90/Die Grünen), Alexander Kalouti (CDU), Michael Kauch (FDP) und Fatma Karacakurtoğlu (Die Linke) vor 350 Jugendlichen, mehr als 700 weitere verfolgten den Livestream in ihren Schulen. Dank der Finanzierung aus dem Kinder- und Förderplan des Landes Nordrhein-Westfalen habe so viele junge Menschen wie noch nie teilgenommen. Moderiert wurde die Veranstaltung erneut von Louisa von Essen.
Im Mittelpunkt standen dringende kommunalpolitische Fragestellungen, wie Mobilität, Teilhabe junger Menschen, Bildung und Ausbildung, Wohnen, Mobilität und psychische Gesundheit. Die Themen und Fragestellungen wurden mit Hilfe der Jugendredaktion des Wahl Buddy entwickelt. Die Videos aus der Kampagne mit den claims junger Menschen wurden als Einspieler für die Themenblöcke genutzt.


Die Aufzeichnung findet sich unter: https://youtu.be/Lv24andko8A und einen ausführlichen Bericht unter: https://www.jrdo.de/aktuelles/junge-stimmen-im-fokus-podiumsdiskussion-des-jugendring-dortmund-zur-kommunalwahl
Die Podiumsdiskussionen im Wahljahr 2025 zeigten, dass politische Bildung besonders wirksam ist, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre eigenen Themen einbringen können.
„Ohne dich wird’s nichts“ – Foto- und Videokampagne zur Kommunalwahl
Videoclips, Plakate und Poster mit Wünschen und Forderungen junger Menschen
Über den Sommer hinweg wurden mit der Jugendredaktion des Wahl Buddys und weiteren jungen Menschen aus Dortmunder Jugendverbänden kurze Videoclips erstellt als Teaservideos zu den sich langsam herauskristallisierenden Themenblöcken der zentralen Podiumsdiskussion im September.




Aus den Motiven der Videoclips wurden auch Poster und Plakate mit zentralen claims und Hinweisen auf den Wahl Buddy und weitere Informationsangebote entwickelt. Thematisiert wurde:
- Fehlende Berücksichtigung junger Menschen in der Politik
- Mangel an zugänglichen Unterstützungsangeboten
- Sicherheit der Radwege
- Grün- und Erholungsflächen / Hitzeentwicklung in der Stadt
- Freiräume für junge Menschen
- Mangel an geeignetem und bezahlbarem Wohnraum
Die Plakate hingen und die Postkarten lagen an vielen von jungen Menschen frequentierten Orten im gesamten Stadtgebiet aus. Eines der Motive konnte in der U-Bahnstation Dortmund Hauptbahnhof zu Hauptstoßzeiten gezeigt werden. Das zuständige Werbeunternehmen Ströer hat anstatt des normalen Preises nur den Rüstpreis für die Videowand berechnet. Laut Aussagen des Unternehmens konnten so 190.000 Menschen erreicht werden.
Erklärvideos mit Amtsinhaber*innen
Außerdem konnten vier Amtsinhaber*innen dazu gewonnen werden, in Erklärvideos ihr Amt und dessen Aufgaben vorzustellen, um die verschiedenen Aufgaben und Ebenen der Kommunalpolitik greifbarer zu machen. Das waren
- Der Oberbürgermeister zur Doppelfunktion in Ratspolitik und Verwaltung
- Eine der zwölf Bezirksbürgermeister*innen zu den Aufgaben der Stadtbezirke
- Die Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie zu Ratsausschüssen allgemein und zum Jugendhilfeausschuss im Besonderen, sowie zu kommunaler Jugendpolitik
- Der Vorsitzende des Integrationsrates zur Politik für Menschen mit Migrationsgeschichte und wer für sein Gremium wahlberechtigt ist.


Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplanes des Landes Nordrhein-Westfalen und unterstützt durch die Landesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Jugendring NRW im Rahmen ihrer Kampagne „Ohne dich wird’s nichts“.
Alle entstanden Poster und Erklärvideos finden sich gebündelt unter www.jrdo.de/deinewahl
WAHL BUDDY – Unser Wahlkompass für und von jungen Menschen
Ein von der Arbeitsstelle Jugend&Demokratie und der JugendBotschaft begleitetes Redaktionsteam aus 10 Jugendlichen aus Jugendverbänden und Jugendfreizeiteinrichtungen nahm mit mehreren Workshops zu Kommunalpolitik, Rathauserkundungen und Gesprächen mit Kommunalpolitiker*innen während der Jugendkonferenz die Arbeit auf. Punktuell wurden sie durch weitere junge Menschen, etwa durch Freiwillige des Vereins Quartiersdemokraten aus Dortmund-Dorstfeld ergänzt.
In einem besonderen Workshop mit dem 19-jährigen Lokaljournalisten Lukas Pazzini wurden anschließend die Themen der noch laufenden Wahlperiode aufgearbeitet und nach jugendpolitischen Anhaltspunkten ausgewertet. Dieser intensive Workshop bildete den Auftakt zur Identifizierung aktueller Themen zur Aufnahme in den Wahlkompass. Die jugendpolitischen Themen für die spätere Thesenentwicklung wurden dann durch die Jugendredaktion eigenständig während der stadtweiten Jugendkonferenz, in Gruppenstunden von Verbänden und mit Jugendgruppen aus der OKJA gesammelt.
Der Bildungsreferent der LAG Kommunale Jugendringe hat das Redaktionsteam in einem Workshop dabei unterstützt, wie sie aus diesem bunten Strauß an Themen geeignete Thesen entwickeln. Auf dieser Basis entwickelten sie den interaktiven Wahlkompass „Wahl Buddy“, der 25 jugendpolitische Thesen abbildete, unter anderem aus den Bereichen:
- Kostenfreie Mobilität für Jugendliche
- Förderung psychischer Gesundheit
- Mehr Freiräume und sichere Radwege
- Bezahlbarer Wohnraum
- Nachhaltigkeit und Klimaschutz
- Stärkung der Teilhabe junger Menschen
Im Mai wurden die Thesen dann an die demokratischen Parteien in Dortmund versendet mit der Bitte um Stellungnahme. Zum einen sollten sie die Thesen auf einer 5er-Skala beantworten, zum anderen gab es die Möglichkeit, mit einem Statement diese Antwort weiter auszuführen oder zu begründen.
Fast alle demokratischen Parteien in Dortmund haben Stellung zu diesen Thesen genommen. Nach Rücksprache mit dem Redaktionsteam wurde sich darauf geeinigt, alle Inhalte mehrsprachig bereitzustellen, um sprachliche Barrieren zu minimieren. Das Redaktionsteam hat dabei den Großteil der Übersetzungen selbst erstellt. Außerdem konnten Freiwillige des Diakonischen Werkes aus dem Bereich „Zuwanderung aus Südost-Europa“ dafür gewonnen werden, weitere Sprachversionen beizusteuern. Online standen am Ende Deutsch, Englisch, Spanisch, Rumänisch und Arabisch zur Auswahl. Bestehende Übersetzungen in Türkisch, Russisch, Ukrainisch, Bulgarisch wurden leider von der Software nicht unterstützt.
Ab Mitte Juni wurden die Inhalte dann in das Onlinetool eingepflegt, das dankenswerterweise durch die LAG Kommunale Jugendringe vorinstalliert war.




Zeitgleich hat das Redaktionsteam getroffen, um eine effektive Werbestrategie zu entwickeln. In den Treffen wurde sich auf den Namen „Wahl Buddy“ geeinigt und das Team hat sich für eine gemischte Strategie aus unterschiedlichen Flyern und Bewerbung über Social Media entschieden. Die Designs umfassten:
- Kurzinformation über den Wahl Buddy für alle Zielgruppen
- Einen erweiterten Flyer (3 gute Gründe, wählen zu gehen) speziell für Erstwähler*innen
Im Sommer wurden diese Flyer an Einrichtungen der Jugendhilfe, Jugendverbände, aber durch das Redaktionsteam auch an junge Menschen in der Fußgängerzone in der Dortmunder Innenstadt verteilt.
Ursprünglich war eine große Aktion zur Wahl mit ca. 100 Schüler*innen im Rathaus mit weiteren Kooperationspartner*innen wie dem Jugendamt der Stadt geplant. Unter anderem da im Rathaus zu dem Zeitpunkt bereits keine Veranstaltungen zur Wahl mehr stattfinden durften, konnte diese leider nicht in der Form stattfinden. Stattdessen wurde der WahlBuddy bei verschiedenen weiteren Veranstaltungen zur Wahl angeboten, wie beispielsweise beim Sommerfest der SJD-Die Falken, bei der Veranstaltung “Beste Wahl – Politik im schönsten Stadion der Welt” vom BVB-Lernzentrum, beim “Kommunalfestiwahl” des Fritz-Henßler-Berufkollegs und bei der Podiumsdiskussion “Laut. Direkt. Auf Augenhöhe. Politik x Genz” der Islamischen Akademie NRW.
Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplanes des Landes Nordrhein-Westfalen und unterstützt durch die Landesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Jugendring NRW im Rahmen ihrer Kampagne „Ohne dich wird’s nichts“.
Anfang 2026 ist der Wahl Buddy noch online: https://dortmund.waehlt.nrw/
Wahl Buddy in den Medien:
- https://www.nordstadtblogger.de/der-wahlbuddy-bietet-orientierung-fuer-jugendliche-zur-kommunalwahl-in-dortmund/
- https://kommunal.de/kommunalwahlen2025-nrw-digitale-wahlhilfen-fuer-junge-waehler
- https://www1.wdr.de/nachrichten/wahlen/kommunalwahlen-2025/wahlomat-lokalomat-kommunalwahl-nrw-100.html
- https://www.waz.de/politik/article409793347/kommunalwahl-2025-was-lokal-o-mat-und-wahl-navi-koennen.html
- https://www.zeit.de/news/2025-08/20/lokal-o-mat-und-co-als-digitale-helfer-vor-kommunalwahl
- https://www.zeit.de/news/2025-09/12/mehr-als-500-000-klicks-auf-digitale-wahlhilfen-vor-nrw-wahl
Aufgerufen wurde der Wahl Buddy insgesamt 10.478 mal.
Jugendkonferenz „Demokratie – Mehr als nur ein Like – Setz dein Kreuz für die Zukunft!“
Im Rahmen der Jugendkonferenz im April boten die Arbeitsstellen Jugend & Demokratie und JugendBotschaft zwei offene Workshops an: Express Politik, ein Speeddating mit Kommunalpolitik, sowie ein Angebot der Jugendredaktion zum WahlBuddy, um Themen und Fragen junger Dortmunder*innen vor der Kommunalwahl zu sammeln.
Express Politik:
In kurzen Gesprächen mit der Ausschussvorsitzenden Anna Spaenhoff und der Stellvertreterin Britta Gövert (Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie) konnten junge Menschen kleine Einblicke in die Kommunalpolitik bekommen, ihre Anliegen platzieren und Ideen zur Umsetzung sammeln.
Wahlhilfe zur Kommunalwahl:
Die Jugendredaktion zum WahlBuddy sammelte bei der Jugendkonferenz Themen und Perspektiven junger Menschen, die wichtig als Orientierung zur Kommunalwahl schienen. Dabei entstanden viele spannende Gespräche und es wurden viele Themen gesammelt wie z.B. Kosten und Sicherheitsmaßnahmen des ÖPNVs, Zustand von Schulgebäuden und Räume für junge Menschen – sowohl draußen als auch drinnen.



Bundestagswahl erklärt: Workshop mit dem Förderzentrum der dobeq
Im Vorfeld der Bundestagswahl wurde mit ca. 30 jungen Menschen aus dem Förderzentrum der dobeq zwischen 16 und 25 Jahren ein Workshop zur politischen Bildung und Wahlmotivation durchgeführt. Die Arbeitsstellen Jugend& Demokratie und JugendBotschaft verfolgten damit das Ziel, die jungen Erwachsene für demokratische Prozesse zu sensibilisieren, politisches Grundwissen zu vermitteln und sie zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren.
Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf grundlegenden Aspekten der Bundestagswahl. Thematisiert wurden unter anderem die Bedeutung und Funktion der Bundestagswahl, die Frage, was konkret gewählt wird, sowie die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitstimme. Darüber hinaus setzte sich der Workshop mit dem Demokratieverständnis auseinander und behandelte die Relevanz politischer Teilhabe sowie die Bedeutung des Wählens für eine funktionierende Demokratie. Ein weiterer Schwerpunkt war die Vermittlung von Orientierungshilfen zur eigenständigen politischen Meinungsbildung, insbesondere die Frage, wo seriöse Informationen zu Parteien und deren Wahlprogrammen zu finden sind.
JugendBotschaft: Rathauserkundung und Kommunalpolitik: (k)ein Spaziergang
Im Kommunalwahljahr 2025 war die JugendBotschaft mit der Projektreihe „Jugend erkundet das Rathaus“, Stadtspaziergängen und weiteren ähnlichen Formaten mit vielen jungen Menschen aus Dortmund zu kommunalpolitischen Themen im Austausch. Ziel der Angebote war es, unterschiedliche Gruppen bedürfnisorientiert und interaktiv an kommunale Aufgaben und politische Entscheidungsprozesse heranzuführen und darüber hinaus den direkten Dialog zwischen jungen Menschen und Kommunalpolitiker*innen zu fördern.


Zehn sehr unterschiedliche Gruppen von 5. Klassen bis zu Berufsschulkursen, ein deutsch-ungarischer Jugendaustausch mit 80 Personen, Jugendverbandler*innen zu Schulsozialarbeiter*innen als Multiplikator*innen nahmen die Angebote der JugendBotschaft wahr.
Die 5a und 5b der Adolf-Schulte-Schule haben selbst festgehalten, wie sie ihren Besuch des Rathauses und das Gespräch mit den Kommunalpolitiker*innen wahrgenommen haben, wie beispielsweise die Reaktionen auf die Botschaften der Schüler*innen ihrer Meinungswand:
„ Wir wünschen uns Wohnungen für Obdachlose und das mehr für Straßentiere gemacht wird
Bei diesen beiden Themen haben uns die Politiker:innen versichert, dass sie bemüht sind Hilfen zu organisieren. Aber auch gesagt, dass das nicht immer einfach ist. Sie haben uns dafür gelobt, dass wir mit unseren Wünschen auch an andere denken. Es ist wichtig sich auch für andere Menschen und Tiere einzusetzen und nicht immer nur an sich selbst zu denken“
Der gesamte Bericht der 5.Klassen gibt es hier: Rathaus-Besichtigung: Die 5.Klassen erkunden das Rathaus – Adolf Schulte Schule
Aufgrund der Kommunalwahlen galt eine lange Sperre für politische Veranstaltungen in städtischen Gebäuden, welche kreative Lösungen forderte, aber leider auch zu Absagen oder Verschiebungen ins nächste Jahr von drei Veranstaltungen mit dem BVB-Lernzentrum, Nordstamm e.V. und Nordsterne (GrünBau) führte.
Ein zentrales Element der JugendBotschaft ist die Meinungswand im Rathaus, auf der junge Menschen ihre Ideen, Wünsche und Forderungen sichtbar machen können. Nach der Sanierungsphase und Neueinrichtung des Rathauses steht diese bislang leider noch nicht wieder zur Verfügung. Durch moderierte Gesprächsformate sowie durch Sammlung und Auswertung der Beiträge innerhalb der teilnehmenden Gruppen konnten die Anliegen junger Menschen dennoch weiterhin gebündelt und an die politischen Vertreter*innen weitergegeben werden.
Ein herzlicher Dank gilt der Albert-Einstein-Realschule, der Adolf-Schulte-Schule, dem Paul-Ehrlich-Berufskolleg, dem Karl-Schiller-Berufskolleg, der Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit, dem Reinoldus- und Schiller-Gymnasium, dem Jugendforum der Jugendfeuerwehr sowie der Jugendredaktion WahlBuddy für die engagierte Zusammenarbeit.




Gedenken vor Ort
Die Bezirksvertretung Dortmund Nord hat anlässlich, des 80. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus einen Demokratietag veranstaltet. Ziel der Veranstaltung war es eine Auseinandersetzung mit unserer Demokratie und ihren Veränderungen im Laufe der Jahre zu ermöglichen. In verschiedenen Workshops am Vormittag konnten junge Menschen sich auf unterschiedlichste Weise mit Demokratie beschäftigen. Die Arbeitsstelle Zukunft braucht Erinnerung konnte einen Workshop zu Martha Gillessen anbieten. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit ihrer Biografie und entwarfen eine Infotafel, welche ihren Platz in der Martha-Gillessen-Straße finden soll, um dort an Martha-Gillessen zu erinnern. Martha Gillessen wurde von den Nationalsozialisten im Rahmen der Kriegsendverbrechen in der Bittermark ermordet.
Orte der Erinnerung sind nicht nur zentrale Denk- und Mahnmäler, wir finden sie auch direkt in unserer Nachbarschaft. Im Rahmen von Rundgängen begleitet die Arbeitsstelle Zukunft braucht Erinnerung junge Menschen dabei Dortmund mit anderen Augen zu erkunden und verschiedene Gedenk- und Erinnerungsorte kennenzulernen. Das Gedenken zu den Menschen zu bringen und im Alltag zu ermöglichen, ist ein zentrales Anliegen der Botschafter:innen der Erinnerung. Im Jahr 2025 konnten wir drei Rundgänge begleiten und unter anderem das Jugendforum des Stadtbezirks Brackel bei der Vorbereitung auf ihre Gedenkstättenfahrt unterstützen.
Die Veranstaltung zum Antikriegstag in Dortmund, wurde 2025 neu gestaltet. Neben dem Ort wurde auch die Art der Durchführung angepasst und so hatten zivilgesellschaftliche Organisationen die Möglichkeit einen Stand mit Aktionen zu betreuen. Im Rahmen des Antikriegstages konnten die Botschafter:innen der Erinnerung ein neu entwickeltes Kartenspiel präsentieren. Das Kartenspiel dient als Ergänzung zu Workshops und beschäftigt sich mit Erinnerungskultur und –orten in Dortmund.
Gedenken Unterwegs
Wie in der Vergangenheit konnten wir im Rahmen unseres Projektes „Gedenken Unterwegs“ Tagesexkursionen mit Schulen und Jugendgruppen durchführen und neben dem Untertaucherdorf Aalten auch die Ausstellung “Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus” im Haus der Geschichte in Bonn besuchen. Ziel der Tagesexkursionen ist es den jungen Menschen eine andere Perspektive auf Geschichte, losgelöst vom Ort Schule zu ermöglichen. Für viele Jugendliche stellen unsere Tagesexkursionen die erste Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus außerhalb der Schule dar.


Gedenkstättenfahrt
15 junge Menschen machten sich im Oktober auf den Weg nach München. Ziel war es mehr über die Rolle Münchens als „Stadt der Bewegung“ zu erfahren. Verknüpft mit einem Besuch in der Gedenkstätte Dachau, lernten die Jugendlichen mehr über die Gräueltaten der Nationalsozialisten. An authentischen Orten in und um München konnten die Jugendlichen aus der Geschichte lernen. Besonders spannend für die Teilnehmenden war die Auseinandersetzung mit der Widerstandsgruppe Weiße Rose. Die Gedenkstättenfahrt konnte mit Unterstützung der Dortmunder Stiftung Jugend und Demokratie, des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes und Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes realisiert werden.
Lebendige Geschichte
Vom 28.09. bis zum 02.10. durften wir Eva Weyl, Holocaustüberlebende aus den Niederlanden in Dortmund begrüßen. Eva konnten in vier Gesprächen über 650 junge Menschen erreichen. Eva Weyl überlebte gemeinsam mit ihren Eltern den Holocaust im Durchgangslager Westerbork. In ihren Vorträgen und den anschließenden Gesprächen vermittelt Eva ihre Botschaft mit Ruhe und Entschlossenheit.
Durch einen Zufall lernte Eva während ihres Besuches in Dortmund Wolfgang Polak kennen, der ebenfalls in Westerbork inhaftiert war. Nach kurzer Recherche konnten die beiden herausfinden, dass sie dort gemeinsam zur Schule gegangen sind und auch gemeinsam auf einem Klassenfoto zu sehen sind. Sie stehen seitdem in engem Austausch.
Umsetzung der European Youth Work Agenda auf lokaler Ebene
Gemeinsam mit dem Respekt-Büro und der JFS Westerfilde der Stadt Dortmund nahm der Jugendring Dortmund am bundesweiten Projekt „Nationale Kontaktstelle zur Umsetzung der European Youth Work Agenda (EYWA)“ teil. Ziel war es, die internationale Jugendarbeit (IJA) vor Ort zu stärken, neue Perspektiven für junge Menschen zu schaffen und europäische Vernetzung zu fördern.
Die Nationale Kontaktstelle zur Umsetzung der EYWA unterstützte dabei Kommunen in Deutschland, die internationale Jugendarbeit weiterzuentwickeln. Teil des Prozesses waren die Entwicklung eines Actionplans für die lokalen Partnerschaften, offene Onlineberatungen, Einzelberatungen für die lokalen Partnerschaften, EYWA-Connect (Expert*innen Gespräche im Podcast-Stil), ein Match-Hub sowie zwei dreitägige Vernetzungstreffen der lokalen Partnerschaften zu Beginn und zum Ende des Projekts in Bremen und Berlin.
Acht lokale Partnerschaften waren Teil des Prozesses: Bremen, Cottbus, Dortmund, Erding, Hamburg, Nürnberg, Oldenburg und Rhein-Selz. Der Austausch untereinander ermöglichte spannende Einblicke in die unterschiedlichen Entwicklungen der IJA vor Ort und gab Impulse für die eigene Arbeit.
Die Dortmunder Partnerschaft arbeitete insbesondere gemeinsam daran, ihr Netzwerk in Dortmund zu vergrößern und zu verstetigen, ein Konzept für die IJA zu erarbeiten, sowie einen Fachtag für 2026 vorzubereiten. Dabei stand die Nationale Kontaktstelle immer auch beratend zu Seite und unterstützte vor Ort.
Echoes of Freedom – 80 Years of Peace and Democracy
In enger Kooperation mit dem Respekt-Büro des Jugendamt Dortmund organisierte der Jugendring Dortmund für das internationale Jugendprojekt Echoes of Freedom – 80 Years of Peace and Democracy ein umfassendes Programm. Ziel war es, den internationalen Gästen aus den Partnerstädten und den Dortmunder Jugendlichen Räume zur Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, demokratischem Miteinander, Jugendkultur und Partizipation zu eröffnen.
Der Jugendring Dortmund war maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt. Zu den Aufgaben zählten die Partner*innen- und Teilnehmer*innenakquise, die Organisation digitaler Vorbereitungstreffen sowie Vor- und Nachtreffen der Dortmunder Gruppe, die kontinuierliche Kommunikation mit allen Delegationen, die grafische Ausarbeitung eines Projektdesigns inklusive Give-Aways und Reflexionstagebuch sowie die inhaltliche Konzeption des Gesamtprogramms und eigener Programmpunkte. Gemeinsam mit engagierten jungen Menschen aus Jugendring und Jugendverbänden wurden Programminhalte wie die Route der Partnerstädte, Workshops zu Demokratie, Diversität und Jugendpartizipation sowie eine Stadtrallye zur Erinnerungskultur entwickelt.
Während der Projektwoche übernahm der Jugendring Dortmund gemeinsam mit dem Jugendamt die Verantwortung für einen reibungslosen Ablauf. Die Mitarbeitenden begleiteten die Teilnehmenden durch das gesamte Programm, standen als Ansprechpersonen für organisatorische und thematische Fragen zur Verfügung, übernahmen Übernachtungsdienste, koordinierten die Abendgestaltung und informierten die Gruppe kontinuierlich über einen Gruppenchat. Zudem erfolgte eine teilweise fotografische Begleitung und Auswertung der Woche.
Am Anreisetag empfing der Jugendring die internationalen Delegationen, organisierte die Willkommensveranstaltung und eröffnete gemeinsam mit dem Jugendamt die Projektwoche. In den folgenden Tagen begleitete der Jugendring zentrale Programmpunkte wie beispielsweise die offizielle Eröffnung mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, eine Stadtrundfahrt und der Besuch des BVB-Lernzentrums im Signal Iduna Park
Inhaltliche Schwerpunkte setzte der Jugendring insbesondere mit der Route der Partnerstädte, Teambuilding- und Begegnungsformate, Sprachanimation, niedrigschwellige Abendformate zur kulturellen Begegnung, einem Workshop zu Stadtgestaltung und der Organisation des Workshoptags „Learning from the Past“. Letzterer wurde gemeinsam mit der Arbeitsstelle Zukunft braucht Erinnerung und den Botschafter*innen der Erinnerung sowie Jugendverbänden des Jugendrings umgesetzt.
Am Abschlusstag begleitete der Jugendring die gemeinsame Reflexion der Woche, sammelte strukturiertes Feedback und unterstützte die Teilnehmenden bei der Entwicklung zukünftiger Projektideen. Die Präsentation der Arbeitsergebnisse sowie der informelle Ausklang boten Raum für Austausch, Beziehungsarbeit und die nachhaltige Stärkung internationaler Kontakte.
Mehr dazu hier: https://www.jrdo.de/arbeitsbereiche/internationale-jugendarbeit/standard-titel/echoes-of-freedom-80-years-of-peace-and-democracy
Three Cities, One Future: Youth Action for a Resilient Future
Im Oktober fand in Dortmund die der erste Teil des trilateralen Projekts „Three Cities, One Future“ statt, organisiert vom Jugendring Dortmund in Kooperation mit CATCH Leeds (Großbritannien) und Federatia Tinerilor din Cluj (Rumänien). Das Projekt entstand aus den vorherigen Begegnungen mit Leeds und Cluj-Napoca und leitet sich aus den Bedarfen der jungen Ehrenamtlichen ab. Ziel ist es, gemeinsam Visionen für eine starke, nachhaltige und gesunde Zukunft zu entwickeln und sich zu den Themen Resilienz, Gemeinschaft, mentale Gesundheit, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit auszutauschen.
Das Projekt dient nicht nur der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Resilienz, sondern auch der Stärkung der Fähigkeiten junger Ehrenamtlicher, ihre Anliegen wirksam zu kommunizieren und in die Gesellschaft und in ihre Verbände/Organisationen zu tragen. Darüber hinaus bringt es in der Dortmunder Gruppe junge Menschen aus verschiedenen Verbänden und Einrichtungen zusammen und vernetzt so die Jugendverbände untereinander aber auch mit internationalen Partnerorganisationen, sodass daraus weitere internationale Projekte in den Jugendverbänden wachsen können.
Die Projektwoche wurde unterstützt vom Bereich Internationale Beziehungen im Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates, Nordstamm e.V. & Tatis Café, Welthaus Dortmund, Naturfreundejugend Dortmund, WDR-Studios in Köln, Gabriel Stoukalov der Film und Fernsehproduktion field.media, Train of Hope, BVB Lernzentrum und der Schultenhof der AWO. So konnten die Dortmunder Teilnehmenden auch ihre Stadt selbst neu entdecken und lokale Kooperationspartner*innen kennenlernen.
Mehr dazu findet sich auf unserer Homepage: https://www.jrdo.de/aktuelles/three-cities-one-future-junge-menschen-drei-staedte-eine-gemeinsame-vision
Netzwerktreffen der RouteNN zur deutsch-französischen Jugendarbeit
Vom 4. bis 6. Juli nahm die Arbeitsstelle Jugend und Demokratie für den Jugendring Dortmund am Netzwerktreffen des deutsch-französischen Netzwerks RouteNN in Amiens teil. Gemeinsam mit Fachkräften der Internationalen Jugendarbeit aus Nordrhein-Westfalen und der Region Hauts-de-France stand der fachliche Austausch zur Weiterentwicklung des internationalen Jugendaustauschs im Mittelpunkt.
In Workshops wurden zentrale Themen der Internationalen Jugendarbeit und Demokratieförderung mit jungen Menschen behandelt, darunter Bildungsarbeit gegen Diskriminierung, die Förderung bürgerschaftlichen Engagements junger Menschen sowie der Umgang mit psychischer Gesundheit in internationalen Maßnahmen. Der Austausch verdeutlichte gemeinsame Herausforderungen und bot neue inhaltliche Impulse.
Anlässlich des 65-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Dortmund–Amiens nahm eine Dortmunder Delegation unter Leitung von Bürgermeisterin Barbara Brunsing an dem Treffen teil.
Ergänzend erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Ausbildung von Jugendleiter*innen in Frankreich bei der CEMEA. Zum Abschluss wurden Ideen für zukünftige Austauschprojekte entwickelt.
Die entstandenen Kontakte kommen bereits den Mitgliedsverbänden und damit jungen Menschen in Dortmund zugute: Eine Jugendbegegnung zwischen einem nordfranzösischen und einem Dortmunder Jugendverband ist in Planung und Fördermittel sind beantragt.
Neue Impulse für Jugendarbeit und Jugendaustausch – Fachkräftereise nach Leeds
Vom 1.- 5. Dezember 2025 nahm der Jugendring Dortmund an einer Fachdelegationsreise der UAG Internationale Jugendarbeit (der AG nach § 78 SGB VIII) in die Dortmunder Partnerstadt Leeds teil. Ziel der Reise war es, neue Impulse für die internationale Jugendarbeit zu gewinnen, bestehende Kontakte zu vertiefen und Perspektiven für zukünftige Jugendaustauschprojekte für die Jugendverbände zu entwickeln. Der Jugendring Dortmund war dabei organisatorisch sowie fachlich an der Planung und Durchführung der Reise involviert. Zwei weitere jugendverbandliche Vertreter konnten außerdem an der Delegationsreise teilnehmen.
Zum Programm gehörte eine gemeinsame Stadterkundung, die der Jugendring gemeinsam mit dem Büro für Internationale Beziehungen entwickelt hat. Bei Fachgesprächen mit Vertreter*innen der Youth Services und Ratsmitgliedern wurden konkrete Arbeitsfelder wie offene Jugendarbeit, Präventionsangebote und kommunale Jugendstrukturen vorgestellt und mit den Erfahrungen aus Dortmund verglichen. Der Jugendring brachte dabei aktiv die Perspektive der freien Träger und Jugendverbände ein.
Ein weiterer Programmpunkt war der offizielle Empfang im Rathaus von Leeds, bei dem die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in der Jugendarbeit betont wurde. Besuche verschiedener Einrichtungen und Organisationen dienten dem fachlichen Austausch aber auch der Vernetzungsarbeit. So traf der Jugendring Dortmund den britischen Gewerkschaftsbund TUC, um den 2026 geplanten Jugendaustausch mit der DGB Jugend zu konkretisieren, sprach gemeinsam mit einem Mitglied der Naturfreundejugend mit jungen Engagierten bei Climate Action Leeds, und besuchte im Auftrag der SJD – Die Falken die Schwesterorganisation Woodcraft Folk und für das Jugendforum der Jugendfeuerwehr den West Yorkshire Fire and Rescue Service.
Mehr dazu hier. https://www.jrdo.de/aktuelles/von-dortmund-nach-leeds-neue-impulse-fuer-jugendarbeit-und-jugendaustausch
Eine Weltreise durch Dortmund mit dem INA-Büro
Im April 2025 folgten die Arbeitsstellen Jugend&Demokratie und JugendBotschaft gemeinsam mit dem Bereich Internationale Beziehungen der Stadt Dortmund der „Route der Partnerstädte“ durch Dortmund.
„Die Route der Partnerstädte“ ist ein interaktiver Stadtspaziergang zu den Plätzen der Partnerstädte in Dortmund, 2018 vom Jugendring Dortmund entwickelt und wurde in den letzten Jahren insbesondere bei den großen multilateralen Jugendbegegnungen (Internationale Demokratietage 2028, European Friendship Days 2023, EURO 2024 und Echoes of Freedom 2025) eingesetzt. Hierbei können die Teilnehmenden die Städte besser kennenlernen und sich mit Themen wie Städtepartnerschaft, Kulturen, Frieden und Jugendpartizipation auseinandersetzen.
Eine Jugendring Delegation bei der 6th Global Conference on Children and Youth
Der Jugendring Dortmund ermöglichte es drei jungen Vertreter*innen aus Dortmunder Jugendverbänden bei der GCCY, einer internationalen Fachkonferenz für Fachkräfte, Forschende und Praktiker*innen aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen teilzunehmen. Ziel der Konferenz war der Austausch zu aktuellen Herausforderungen, Forschungsergebnissen und innovativen Ansätzen in der Kinder- und Jugendarbeit.
Vertreter*innen der Evangelischen Jugend, der PSG und Train of Hope reisten nach Cambridge, um dort in 2,5 Tagen vollem Programm internationale Perspektiven zur Jugend und Kindheit zu bekommen.
„Wir könnten uns hautnah mit internationale Themen und Kämpfe beschäftigen und mit interessanten Personen ins Austausch kommen.“ (Leila, Train of Hope)
„Die Programmpunkte waren interessant, haben Spaß gemacht und mich zum Nachdenken gebracht.“ (Simon, Evangelische Jugend)
„Was mir besonders gut gefallen hat, war der internationale Aspekt und zu sehen, wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in anderen Ländern unter ggf. anderen Umständen aussehen kann.“ (Alina, PSG)
Delegation bei der LCOY 2025 – Die größte Jugendklimakonferenz Europas
Vom 17. bis 19. Oktober 2025 nahm eine Delegation des Jugendring Dortmund an der Local Conference of Youth (LCOY) Germany 2025 in Lüneburg teil. Die LCOY ist Europas größte Jugendklimakonferenz und wurde an der Leuphana Universität mit rund 1.600 jungen Teilnehmenden aus ganz Deutschland durchgeführt. Die Arbeitsstelle JugendBotschaft organisierte die Teilnahme der Dortmunder Delegation, sowie die inhaltliche Vor- und Nachbereitung.
Während der Konferenz besuchten die Teilnehmenden verschiedene Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden zu Themen des Klimaschutzes, der Nachhaltigkeit und politischen Beteiligung junger Menschen- auf nationaler und internationaler Ebene. Besonders wertvoll war der Austausch mit anderen engagierten Jugendlichen sowie Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen. Die vielfältigen Perspektiven und praxisnahen Inhalte vermittelten neue Impulse für eigenes Engagement.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung stärkte die gemeinsame Teilnahme den Zusammenhalt der Dortmunder Gruppe und die Motivation, sich weiterhin aktiv für Klimaschutz einzusetzen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in zukünftige Projekte der Jugendarbeit in Dortmund einfließen und zur weiteren Sensibilisierung junger Menschen beitragen.
Mehr Details unter: https://www.jrdo.de/aktuelles/default-3caaeb841a
Ehrenamt und Demokratie im deutsch-serbischen Jugendaustausch
Im Juni 2025 empfing die Evangelischen Jugend ihre Partnerorganisation Ekumenska humanitarna organizacija (EHO) aus Dortmunds Partnerstadt Novi Sad für eine Woche Programm, bei dem sie unter anderem viel über Ehrenamtlichkeit austauschten und Organisationen besuchten. In diesem Rahmen boten die Arbeitsstellen Jugend & Demokratie und JugendBotschaft einen Workshop an, bei dem sie die Arbeit des Jugendrings und der Jugendverbände kennenlernten, über Ehrenamtlichkeit und junges Engagement diskutierten und anschließend eine Übung zum Thema Chancengerechtigkeit (Betzavta-Methode) durchführten.
Demokratie-Festival der Quartiersdemokraten in Dorstfeld
Demokratie als etwas Erlebbares und Alltägliches sichtbar zu machen war das Ziel der Angebote der Arbeitsstellen Zukunft braucht Erinnerung und JugendBotschaft beim Demokratie-Festival im Juli 2025.
Durch die interaktive Fotoaktion der Arbeitsstelle Zukunft braucht Erinnerung wurden Besucher*innen dazu eingeladen Haltung zu zeigen, z.B. „Für eine Welt ohne Diskriminierung“, „Erinnern-Denken-Handeln“ oder „Antisemitismus? Nicht mit mir!“.
Die JugendBotschaft brachte eine „Meinungwand für Dorstfeld“ mit, bei der insbesondere junge Besucher*innen ihre Botschaften für ihren Stadtteil formulieren konnte und zum Nachzudenken angeregt wurden, wie sie diesen mitgestalten würden. Die Bezirksbürgermeisterin Astrid Cramer war für Gespräche vor Ort und empfing anschließend die Botschaften der jungen Menschen.
Ergänzend informierten die Arbeitsstellen über die Arbeitsfelder des Jugendring, aktuelle Angebote zur politischen Bildung sowie über Möglichkeiten der Beteiligung rund um die anstehenden Wahlen. Die Stände boten Raum für Austausch, Fragen und niedrigschwellige Zugänge zu demokratischem Engagement.
Stand der AG Großstadtjugendringe beim DJHT
Der Jugendring Dortmund war an der Organisation sowie der Betreuung des Standes der AG Großstadtjugendringe beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2025 in Leipzig involviert. Im Vorfeld wurden gemeinsam Slogans entwickelt, um die Arbeit von Jugendringen vor Ort deutlich zu machen. Diese wurden auf Postkarten und Bannern abgedruckt, um Leute darüber am Stand ins Gespräch zu bringen. Sie wurden außerdem für eine Fotokampagne genutzt, bei der die Besucher*innen sich mit den Statements fotografieren lassen konnten. Außerdem konnten die Mitarbeitenden des Jugendring Dortmund sich vor Ort mit den anderen Jugendringen aber auch mit weiteren Organisationen vernetzen, thematische Vorträge besuchen sowie Impulse für die eigene Arbeit sammeln.

Mein Like: Zahlreiche Highlights aus der Jugendarbeit
Im Dezember ging das Like 2025 als Jahresabschluss der Jugend(verbands)arbeit im Fritz-Henßler Haus über die Bühne.
In diesem Jahr präsentierten Vertreter*innen aus insgesamt zehn Verbänden und Gruppen kleine interessante Ausschnitte aus ihrer eigenen Arbeit und boten mit diesen vielfältigen Beiträgen einen Ausschnitt aus den umfangreichen Aktivitäten, die die Kinder- und Jugendverbandsarbeit in Dortmund seit langer Zeit auszeichnet. Den Besuchenden des Like wurde mit den Aktivitäten nicht nur ein starkes Stück Dortmund präsentiert – sie hatten die Möglichkeit, zugleich Anregungen für die eigene verbandliche Arbeit mitzunehmen.
Die von den anwesenden Verbandsmitarbeitenden präsentierten Highlights umfassten ein weites Spektrum von Aktivitäten: Die Jugendfeuerwehr informierte über interessante Alltagsaktivitäten im Rahmen der Jugendarbeit, die Sportjugend berichtete über Aufgabenspektren und Herausforderungen im Rahmen des BFD-Freiwilligendienstes, Unternehmungen der Internationalen Jugendarbeit standen im Zentrum AS Internationales, aus Wendtheide wurden Impressionen zum Lagerleben im Herbst angeboten, die AWO war mit einem Beitrag zu jugendlichen Aktivitäten zur vergangenen Bundestagswahl dabei, die OT Schalom stellte die Kinderchorwoche vor, die in den Herbstferien in der Schalom-Gemeinde Scharnhorst stattfand, die beim Jugendring angesiedelte Servicestelle berichtete über die Jugendkonferenz, Train of Hope stellte exemplarisch drei Aktivitäten des Verbandes in 2025 vor, die Falken berichteten von Gedenkstättenfahrten des Verbandes, die Arbeitsstelle BdE lenkte die Aufmerksamkeit nicht nur auf ein Treffen mit Eva Weyl, sondern berichtete auch von Stolpersteinverlegungen in Dortmund und einer Gedenkstättenfahrt nach Dachau, und abschließend präsentierten die muslimischen Pfadfinder*innen ihr Highlight. So großes Engagement, so viel Aktivität in der Kinder- und Jugendarbeit – dafür hatte der Jugendring-Vorständler Ralf von Gratowski viel Dank und Lob parat und zugleich ein Dankeschön für die ehrenamtlich freiwillig Tätigen mitgebracht: Eine schicke Leinentasche mit aufgedrucktem Stadtlogo, der eine Powerbank und ein Paar wärmende Socken enthielt. Das kleine Geschenk stieß auf großes Interesse.
Mit einer Tombola, die durch attraktive Sponsoring-Unterstützung von den Glowing-Rooms und dem Superfly aufgewertet wurde, erhielt das Like zwischen den Präsentationen zusätzliche Spannungsmomente.
Die Moderation übernahm unser bewährtes Team für gelungene Kommunikation: Lena Reinecke und Marius Kläsener führen gekonnt, souverän und anregend durch den Abend, entlockten den Vortragenden die eine oder andere überraschende Info und machen die Tombola zu spannenden Augenblicken.
Zum Ende des „offiziellen“ Teils der Veranstaltung präsentierten die Mitarbeitenden des Jugendring Eindrücke aus fast 20 Jahren JuLeiCa Arbeit und verabschiedeten damit Rainer Hüls als langjährigen Mitarbeiter. Danke, lieber Rainer, für gemeinsames Aufbauen, Entwickeln und Anerkennen von freiwilligem Engagement!
Rainer hat viel bewegt und wird noch einiges bewegen, denn ab Januar wird er, gemeinsam mit Norma, im neuen Arbeitsbereich des Jugendring, der Arbeitsstelle Kinderschutz, tätig sein. Herzlich Willkommen.
Ebenso wurde Patricia Reinsch als neue Mitarbeiterin für die JuLeiCa begrüßt. Seit Januar ist sie Teil der JuLeiCa Koordinierung. Herzlich Willkommen.
In der zweiten Halbzeit rundeten das Catering und die angeregten Gespräche die schöne Veranstaltung ab. Wir sind gespannt auf neue Highlights in 2026.



