Naturfreundejugend 2025
Naturfreundejugend DORTMUND
Das Jahr 2025 war für uns als Naturfreundejugend Dortmund ein Jahr des Wachstums und der inhaltlichen Weiterentwicklung. Wir haben bestehende Gruppen stabilisiert, neue Angebote aufgebaut und unsere ökologische wie politische Bildungsarbeit weiter vertieft. Dabei verbinden wir weiterhin Naturerlebnis, Sport, Gemeinschaft und unser engament für eine solidarische Geselschaft.
Jugendgruppe Kreuzviertel
Wir haben uns 2025 regelmäßig getroffen und ein vielfältiges Programm gestaltet. Neben Spieleabenden, gemeinsamen Kochaktionen, Grillen und kreativen Angeboten stand die politische Bildungsarbeit im Mittelpunkt. Wir setzten uns mit Themen wie Demokratie, Antifaschismus und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander und beteiligten uns an zivilgesellschaftlichen Aktionen im Stadtgebiet.
Ein besonderer Schwerpunkt war unsere mehrtägige Gedenkstättenfahrt nach Prag. Durch intensive Vor- und Nachbereitung haben wir uns kritisch mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandergesetzt und Bezüge zur Gegenwart hergestellt.
Im Laufe des Jahres ist unsere Gruppe personell gewachsen. Neue Jugendliche wurden eingebunden, Verantwortungsbereiche erweitert und organisatorische Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt. Dadurch sind wir als Gruppe stabiler und in der Stadt sichtbarer geworden.
Familiengruppe Kreuzviertel (Neugründung 2025)
2025 haben wir erfolgreich eine neue Familiengruppe aufgebaut. Ziel ist es, junge Familien im Stadtteil zu vernetzen und Naturerfahrung, Umweltbildung und gemeinschaftlichen Austausch zu verbinden.
Bereits im ersten Jahr konnten wir konstante Teilnehmendenzahlen erreichen. Gemeinsame Ausflüge, Naturerlebnisse und niedrigschwellige Treffen stärkten den Zusammenhalt. Mit dieser Neugründung haben wir unsere Altersstruktur deutlich erweitert und sprechen nun neben Jugendlichen verstärkt junge Familien an.
Ortsgruppe Mitte – Kinder- und Familienarbeit
Einmal im Monat veranstalten wir unseren Familiensonntag sowie verschiedene Freizeiten für Familien mit Kindern. Diese finden auf Campingplätzen und in Naturfreundehäusern statt, wobei Naturerfahrungen und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt stehen.
Die regelmäßige Durchführung unserer Angebote schafft Verlässlichkeit und stärkt nachhaltig unsere Präsenz im Stadtteil. Organisatorisch konnten wir an die erfolgreiche Arbeit aus dem Jahr 2024 anknüpfen, diese weiter festigen und unsere Angebote so attraktiv weiterentwickeln, dass wir zusätzliche Familien für unsere Arbeit gewinnen konnten.
Klettergruppe Nord
Das wöchentliche Training in der Sporthalle Nord I bildete das Herzstück unserer Kletterarbeit. Jeden Mittwoch trainierten zahlreiche Kinder und Jugendliche. Neben Klettertechniken vermittelten wir den sicheren Umgang mit Ausrüstung, Sicherungstechniken sowie Verantwortungsbewusstsein füreinander.
Monatliche Ausflüge führten uns in Kletterhallen und an Naturfelsen. Beispielhaft steht der Ausflug zur Spreeler Mühle, bei dem verschiedene Ausbildungsstationen aufgebaut wurden – vom Klettersteigtraining über Nachsicherung bis hin zum Vorstieg und Umbauen am Top.
Ein besonderer Höhepunkt war unsere zehntägige Sommerfreizeit am Ith im Weserbergland mit 31 Teilnehmenden aus Nord und Kreuzviertel. Dort verbanden wir Felsklettern, Wanderungen, Schwimmen, Höhlenexpeditionen und Kreativangebote. Ein eigener FLINTA*-Klettertag schuf einen geschützten Raum für selbstbestimmtes Klettern. Abende am Lagerfeuer und gemeinsames Singen stärkten die Gemeinschaft.
Im Ausbildungsbereich führten wir Vorstiegskurse durch, in denen Kinder und Erwachsene Vorstiegsklettern, Sicherungstechniken, Materialkunde und Sicherungstheorie erlernten. Insgesamt zeigt sich eine weitere Professionalisierung und strukturelle Stabilisierung unserer Kletterarbeit.
Klettergruppe Kreuzviertel
Auch die Klettergruppe Kreuzviertel war 2025 sehr aktiv. Regelmäßige Hallen- und Vorstiegstrainings sowie monatliche Organisationstreffen stärkten die Eigenverantwortung und Mitgestaltung innerhalb der Gruppe.
Ein zentrales Highlight war die Sommerfreizeit nach Chiavenna im Bergell in den italienischen Alpen. Zusätzlich fand eine Herbstfahrt nach Leonidio in Griechenland statt. Beide Fahrten verbanden sportliche Herausforderung am Fels mit intensivem Gemeinschaftserleben.
In enger Zusammenarbeit mit der Klettergruppe Nord beteiligten wir uns an gemeinsamen Ausbildungsformaten. Mehrere Kinder und Erwachsene absolvierten erfolgreich Vorstiegskurse.
Zum Jahresabschluss organisierten wir gemeinsam einen Klettervergleich mit anschließendem Konzert. Im Vorfeld wurden neue Routen geschraubt – ein sichtbares Zeichen für das hohe ehrenamtliche Engagement und die gewachsene Fachkompetenz innerhalb der Gruppe.
Naturforscher:innen (Ortsgruppe Nord)
Nach dem Ende der Förderung durch Förderpott.Ruhr führen wir unser offenes Angebot mit Unterstützung des Dortmunder Jugendring dauerhaft weiter. Im Sozial-Ökologisches Zentrum (SÖZ) stehen uns geeignete Räume und ein Garten für unsere Treffen mit Kindern von 6–12 Jahren zur Verfügung.
Im Mittelpunkt standen Naturerfahrungen und der Schutz der lokalen Artenvielfalt. Wir bepflanzten Hochbeete, stellten Blumenmischungen her, bauten Rankhilfen, errichteten Nistmöglichkeiten für Wildbienen und ein Insektenhotel und beobachteten die Entwicklung von Raupen zu Distelfaltern.
Gemeinsames Kochen, Stockbrot am Lagerfeuer, Waffeln backen oder Apfelsaft pressen gehörten ebenso dazu wie kreative Angebote und Bücher zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Die Kinder bringen eigene Ideen ein und lernen verschiedene Formen der Partizipation kennen.
Unsere Kooperation mit Querwaldein e. V. setzten wir u. a. mit einem Schnitzführerschein fort.
Wassersportgruppe (Neugründung 2025)
2025 haben wir,OG Nord, eine neue Paddelgruppe aufgebaut. Erste gemeinsame Ausfahrten führten uns an den Harkortsee sowie auf die Strecke Wetter–Witten. Dabei verbanden wir Naturerlebnis, sportliche Aktivität und gemeinschaftliches Lernen.
Seit Februar sind wir Mitglied im Kanu-Verband NRW e.V.. Wir bereiten Weiterbildungen sowie eine internationale Jugendbegegnung 2026 in Kooperation mit dem Comité Régional Canoe-Kayak Hauts-de-France vor.
Unser Ziel ist es, Wassersport mit sozial- und umweltpolitischen Fragen zu verknüpfen und ein Angebot zu schaffen, das auch für einkommensschwächere Familien zugänglich ist.
Politische Projekte & Beteiligung
Im Rahmen des Projekts Verkehrsgerechtigkeit organisierte die OG Nord eine Demonstration für sichere Schulwege in der Dortmunder Nordstadt mit klaren Forderungen nach Tempo 30, sicheren Rad- und Fußwegen und weniger Schwerlastverkehr.
Zur Kommunalwahl 2025 produzierten wir gemeinsam mit dem Netzwerk Dortmund Solidarisch eine Zeitung in einer Auflage von 10.000 Exemplaren, um demokratische Initiativen sichtbar zu machen.
Zudem richteten wir ein öffentliches U16-Wahllokal aus und vermittelten Kindern und Jugendlichen Grundlagen kommunaler Demokratie.
Eine Fachveranstaltung zum Thema „Gemeinnützigkeit und der Mythos des Neutralitätsgebots“ – auch als Reaktion auf Angriffe auf die OG Nord durch Matthias Helferich – stärkte Vereine im Umgang mit politischem Druck und Fragen der Gemeinnützigkeit.
Weitere Projekte
- Aufbau eines Siebdruckprojekts in der OG Nord für Upcycling-Workshops bei Freizeiten und Festen
- Beginn des Projekts „Mobile Musikanlage“ in der OG Nord für Kundgebungen und Jugendveranstaltungen
Gesamtentwicklung 2025
Im Vergleich zu 2024 sind wir deutlich gewachsen:
- personell in mehreren Gruppen
- durch die Neugründung der Familien- und Wassersportgruppe
- durch den Ausbau der Ausbildungsstrukturen im Klettersport
- durch die Verstetigung unserer Umweltbildungsarbeit
- durch stärkere politische Beteiligungsformate
Unsere Verbandsarbeit ist 2025 vielfältiger und strukturell stabiler geworden.